§ 19 Abs. 1 CanG legt fest: Maximal 25 Gramm Cannabis pro Mitglied und Kalendermonat. Für Mitglieder unter 21 Jahren gelten strengere Regeln. Diese Mengenkontrolle klingt einfach — wird aber zur echten operativen Herausforderung, sobald ein Verein mehr als ein paar Dutzend Mitglieder hat.

Das Rechenbeispiel, das alles klar macht

Stellen Sie sich vor, Ihr Cannabis Social Club hat 200 aktive Mitglieder. Jedes Mitglied kommt durchschnittlich dreimal im Monat. Das sind 600 Ausgabe-Vorgänge pro Monat. Bei jedem davon müssen Sie wissen: Wie viel hat dieses Mitglied bereits diesen Monat erhalten? Wie viel darf noch ausgegeben werden?

Ohne ein digitales System bedeutet das: 600 manuelle Nachschläge in einer Liste, einem Tabellenkalkulationsprogramm oder einer Kartei. Das ist nicht nur fehleranfällig — es verlangsamt das Dispensarium und frustriert Mitglieder, die auf ihre Ausgabe warten.

Die Besonderheit bei Mitgliedern unter 21 Jahren

Das CanG unterscheidet zwischen zwei Altersgruppen:

  • 21 Jahre und älter: Maximal 25 g/Monat, kein THC-Limit durch das Gesetz
  • 18 bis 20 Jahre: Maximal 30 g/Monat (gilt ab 01.04.2024), Cannabis mit max. 10 % THC-Gehalt

Wichtig: Das CanG hat hier eine Besonderheit. Für 18–20-Jährige gilt das höhere Gramm-Limit (30g), aber das strengere THC-Limit. Das System muss das Geburtsdatum kennen und bei der Ausgabe automatisch prüfen, welche Regel gilt.

Wie die automatische Mengenkontrolle funktioniert

Ein professionelles Dispensarium-System für Cannabis Social Clubs arbeitet so:

1. Mitglied identifizieren

Beim Eintritt scannt der Mitarbeiter den digitalen Mitgliedsausweis (QR-Code) oder sucht das Mitglied im System. In Sekunden sieht er: Name, Mitgliedsnummer, Aufnahmedatum und — entscheidend — die Restmenge für diesen Monat.

2. Verfügbare Menge anzeigen

Noch bevor irgendetwas gewogen wird, zeigt das System: "Dieses Mitglied hat diesen Monat bereits 14,5g erhalten. Verfügbar: 10,5g." Der Mitarbeiter weiß sofort, was möglich ist.

3. Beim Einwiegen prüfen

Sobald das Gewicht eingetragen wird, prüft das System: Liegt die Menge unter dem Tageslimit von 7g? Liegt die Monatssumme nach dieser Ausgabe unter 25g? Falls nein, warnt das System — oder blockiert die Ausgabe, je nach Konfiguration des Clubs.

4. Automatisch kumulieren

Nach dem Abschluss der Ausgabe addiert das System die Menge automatisch zur Monatssum­me des Mitglieds. Am 1. des nächsten Monats setzt es automatisch zurück. Kein manueller Eingriff nötig.

Häufige Fehler ohne automatische Kontrolle

  • Mitglieder besuchen mehrere Standorte — ohne zentrales System weiß keiner, was das Mitglied woanders bereits erhalten hat
  • Monatswechsel wird vergessen — die Liste aus dem Vormonat wird weiter geführt, Limits gelten als nicht zurückgesetzt
  • Mitarbeiter schätzen statt prüfen — bei Stress wird die Liste nicht konsultiert, Verstöße passieren unwissentlich
  • Keine Aufzeichnung für Kontrollen — die Behörde verlangt lückenlose Protokolle; Schätzungen oder handschriftliche Listen genügen nicht

Lückenlose Protokollierung als rechtliche Pflicht

Das CanG verlangt von Anbauvereinigungen eine vollständige Rückverfolgbarkeit aller Ausgaben. Das bedeutet: Datum, Uhrzeit, Mitgliedsnummer, ausgegebene Menge und Produktbezeichnung müssen für jede Ausgabe protokolliert und auf Anfrage der Behörde vorgelegt werden können. Handschriftliche Aufzeichnungen oder Tabellenkalkulationen erfüllen diese Anforderung in der Praxis kaum zuverlässig.

Amazon

Praezisionswaage Digital 0.01g

Edelstahl. Fuer professionelles Dispensarium.

~25 EUR

Ver en Amazon

Mengenkontrolle automatisch — bei jeder Ausgabe

THC Gestión prüft das 25g-Monatslimit und das 7g-Tageslimit automatisch bei jeder Abgabe und protokolliert alles lückenlos. 30 Tage kostenlos testen.

Jetzt kostenlos testen